Der Boule Club Tromm hat den Wiederaufstieg in die Deutsche Petanque Bundesliga denkbar knapp verpasst. Die Plätze Eins bis Drei der Aufstiegsrunde in Düsseldorf berechtigten im nächsten Jahr zur Teilnahme in der höchsten deutschen Spielklasse, unser Team war am Ende der zwei Tage zwar punktgleich mit dem Drittplatzierten, aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses mussten wir dem TUS Zehlendorf aus der Hauptstadt Berlin aber den Vortritt lassen.

Bei allen noch gute Laune nach zwei gewonnenen Partien und Platz 3 in der Aufstiegstabelle

Dabei hatte alles es perfekt begonnen, die beiden ersten Partien gegen den bayerischen Meister aus Nürnberg und den Vertreter des Saarlandes (PF Saarbrücken) wurden mit jeweils 3:2 gewonnen. Platz drei hinter den beiden Topfavoriten aus Wittlich und Lübeck war der Lohn. 

In das letzte Match gegen die Mannschaft aus Berlin, ging unsere Mannschaft mit entsprechndem Selbstvertrauen und führten auch in beiden Triplettes. Die Berliner hatten zuvor ihr Spiel gegen Lübeck verloren und standen gehörig unter Druck. Durch zwei Auswechslungen kamen die Hauptstädter jedoch immer besser ins Spiel und verringerten ihren Rückstand nun Punkt um Punkt. Unsere Spieler hingegen verloren vollkommen den Faden und gaben etwas überraschend noch beide Spiele ab. 

Nun lag der Druck bei uns, denn es mussten alle drei Doublettes gewonnen werden um das Match noch zu drehen. Coach Norbert Bär formierte dafür die Zweierteams neu, was in den ersten Aufnahmen auch das gewünschte Ergebnis brachte. Mit dem Rückenwind einer 2:0-Führung liesen sich die Berliner aber nur kurz aus dem Tritt bringen und drehten alle drei Partien jeweils kurz vor Spielende zu ihren Gunsten. Trotz enger Spielverläufe gingen unsere Spieler mit einer deutlichen 0:5-Schlappe in den zweiten Spieltag.

Die Spielverläufe der anderen Partien verliefen überraschend zu unseren Gunsten, so dass wir uns am frühen Sonntagmorgen mit einem Sieg gegen den SGF Bremen wieder alle Aufstiegsoptionen hätte eröffnen können. „Nach einer souveränen Runde in der Hessenliga mit zehn Siegen in Folge, hatte ich auf ein besseres Nervenkostüm gehofft“, war Coach Bär sichtlich frustriert. In keiner der Partien gegen die Bremer konnten die BC-Spieler ihre Normalform abrufen, so dass trotz bester Chancen am Ende die bisher sieglosen Hansestädter mit 3:2 die Nase vorne hatten.

Der abschließende 3:2-Sieg gegen La Boule Rouge Dresden war am Ende nur Makulatur und es blieb die Enttäuschung um die verpasste Chance: ein Sieg gegen die Bremer hätte uns mit 4:1 Matchpunkten auf Platz Drei und damit zurück in die Bundesliga gebracht.