Mit den Deutschen Meisterschaften im Tête und Tireur wurde das Saisonfinale 2019 eingeläutet. Bei besten Bedingungen fand nun bereits zum dritten Mal diese Doppel-DM auf unserer Bouleanlage in Wahlen statt.

Die Protagonisten des Finales der 39. Deutschen Meisterschaft Tête-á-Tête - in der Mitte Jan Garner (VFPS Osterholz-Scharmbeck) und Matthias Laukart (Boule-SG Le cochonnet Schopfheim)

In den Einzeldisziplinen gibt es nur wenig taktisches Geplänkel, hier sind komplette Boulespieler gefragt, die alle Varianten dieses Spiels beherrschen. Nach zwei Tagen mit hochklassischen Partien wurde mit Jan Garner (VFPS Osterholz-Scharmbeck) ein alter Bekannter zum besten deutschen Einzelspieler gekürt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zufrieden dürfen auch wir sein, denn mit Loic Elitog schaffte es einer unserer Spieler bis ins Achtelfinale. Für Loic war es in diesem Jahr bereits die vierte Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft, damit konnte er auch in der Hessischen Rangliste auf Platz 1 vorrücken.

Durch den modifizierten Ablauf der beiden Meisterschaften bekamen die Tireure sehr viel Aufmerksamkeit. Hier setzte sich am Ende Michael Daltung (BPV Freiburg) gegen Jens Riedel (La Boule Rouge Dresden) durch.

Letzter Bundesliga-Spieltag in Denzlingen

Ein Woche nach der DM in Wahlen ging es für unser Team um den Klassenerhalt in der Petanque-Bundesliga. „Dass es für unser junges Team schwierig wird die Klasse zu halten, war uns von Anfang an bewusst“, begann unser 1. Vorsitzender, Wolfgang Sittner, seinen Saisonrückblick. Der BC Tromm hatte bewusst auf hessische Boulespieler gesetzt, die im letzten Jahr auch souverän den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse geschafft hatten. Mit Florian Panitz stieß zu Saisonbeginn noch ein weiteres hessisches Talent zu unserem Team. „Leider ist der Knoten erst am letzten Spieltag geplatzt“, so Coach Norbert Bär, „ein Sieg mehr auf dem Konto und wir wären mit unseren Youngstern tatsächlich dringeblieben.“

Unser Team zeigte im Bundesligafinale ihr beste Saisonleistungen. Die Partie gegen den ehemaligen deutschen Meister auf Bayern (Kugelwurfunion München) wurde deutlich mit 5:0 gewonnen, das Team aus Bad Godesberg warfen wir mit einem 3:2 aus dem Titelrennen. Höhepunkt an diesem Wochenende war allerdings der Auftritt gegen den späteren Deutschen Meister, Düsseldorf sur place. Das Düsseldorf Team, gespickt mit Nationalspielern, war mit nur einer Niederlage der eindeutige Favorit, so dass sich das 1:1 nach den Triplettes schnell auf dem Platz in Denzlingen herumsprach. Immer mehr Zuschauer richteten nun ihre Aufmerksamkeit auf diese Partie und unsere Spieler drehten dadurch so richtig auf. Nach den ersten beiden Doublettes stand es immer noch unentschieden (2:2), das Spiel zwischen den Florian Panitz und David Hauck gegen die mehrfachen Deutschen Meister Faci Toufik und Malte Berger musste die Entscheidung bringen. Die erfahren Düsseldorfer dominierten lange Zeit das Spiel und gingen mit 3:8 in Führung. Unsere beiden Youngsters liesen sich aber den Schneid nicht abkaufen, kämpften sich Punkt für Punkt heran, drehten am Ende das Spiel und gewannen noch mit 13:12.

Leider konnte diese Leistung gegen die direkten Gegner im Kampf gegen den Abstieg nicht wiederholt werden. Die Partie gegen Niedersalbach ging mit 1:4, die Partei gegen Herxheim mit 2:3 verloren. Besonders ärgerlich dabei die Tatsache, dass der allerletzte Punkt im alles entscheidenden Doublette gegen Herxheim durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters an die Pfälzer ging.

„Das Team wird wohl ziemlich sicher zusammenbleiben“, konnte uinser 1. Vorsitzende verkünden, „mit den gesammelten Erfahrungen aus dieser Saison, sollten wir in der Saison 2020 wieder um den Aufstieg mitspielen können“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pokalfinale am 13. Oktober in Dietzenbach

Erfolgreicher lief es für uns dann im anschließenden Viertelfinale beim OCH-Cup gegen den diesjährigen Hessenmeister aus Viernheim. Die ambitionierte Südhessen, die im November an der Aufstiegsrunde zur Petanque-Bundesliga teilnehmen, war diese Pokalrunde gegen den BC Tromm damit gleich ein erster Belastungstest. Es entwickelte sich eine spannende Partie, bei der wir nach den Einzeln in Führung gingen. In den anschließenden Doublettes liesen die Viernheimer ihr Potential aufblitzen und verkürzten den Rückstand. Die Triplettes mussten also die Entscheidung bringen und hier spielten Marcel Bomsdorf, Loic Elitog und Norbert Bär ihre ganze Erfahrung aus und fuhren ihre Partie sehr schnell und souverän mit 13:4 nach Hause und sicherten dem BC Tromm damit die Finalteilnahme.

Am 13. Oktober haben wir dann im Final-Four in Dietzenbach nun die Chance die Boule-Saison 2019 mit einem Sieg im Hessischen Pokalfinale abzuschließen.