Der erste Spieltag der Deutsche Petanque Bundesliga wurde für unser junges Team gleich zur Standortbestimmung.

In der Boulehalle in Rastatt trafen wir direkt auf den Mitaufsteiger aus Saarbrücken, denen wir bei der Aufstiegsrunde Ende 2018 noch ziemlich deutlich mit 5:0 unterlagen. Das wir diese Rechnung mit den Saarländer begleichen wollten, war unseren Spielern deutlich anzumerken. Nach einem äußerst konzentrierten Start war das Team um Coach Norbert Bär auch kurz davor sich zu belohnen. Beim Stand von 8:12 hatte Konstantin Singer ein Carreau von Manuel Strokosch mit einem Sur Place gekontert und uns einen Kugelvorteil verschafft. Seine Mitspieler brachten uns mit 11:12 heran und Konstantin musste seine beiden letzten Kugel "nur noch" an die Sau zu legen. Diese Aufgabe löste er mit der ersten Kugel souverän zum 12:12, die entscheidende letzte Kugel jedoch versprang. In der letzten Aufnahme der Partie waren die aufgeschreckten Saarländer nun plötzlich wieder hellwach und holten sich den dreizehnten Punkt. Auch die Nachbarpartie ging an die Petanquefreunde aus Saarbrücken und anstatt mit einem 1:1-Unentschieden in die Doublettes zu gehen, lagen wir 0:2 zurück.

 

Schnell stellten die Saarbrücker die Weichen auf Sieg und gewannen das erste Doublette viel zu schnell. Unsere Spieler bewiesen dennoch große Moral und entschieden noch zwei Doublettes für uns zum Endstand 2:3. „Schade, dass wir das Triplette Mixte nicht für uns entscheiden konnten“, so Coach Bär, „die gesamte Partie wäre sicherlich anders verlaufen und hätte dem Team Selbstbewusstsein für die nachfolgenden Aufgaben gegeben.“

Denn diese Aufgaben hatten es in sich: mit dem BF Malsch wartete der amtierende Deutsche Meister auf uns. In allen fünf Partien hielten wir wieder gut mit und machten kaum taktische Fehler. Die Malscher waren in ihren Aktionen jedoch wesentlich präziser und gewannen am Ende deutlich mit 4:1. Lediglich Loic Elitoq und Marcel Bomsdorf konnten hier wirklich mithalten und gewannen ihr Spiel.

In der letzten Partie des ersten Spieltages wartet mit dem PCB Horb erneut eine schwere Aufgabe auf uns. Das Team aus Baden-Württemberg spielt seit Jahren in konstanter Besetzung immer im vorderen Drittel der Bundesliga mit. Dennoch hielten wir auch hier sehr gut dagegen und konnten das Triplette Mixte für uns entscheiden. Kein Zufall, denn auch hier waren Elitog und Bomsdorf, die einen wirklich guten Tag erwischt hatten, gemeinsam mit Natascha Sieling am Werke. Mit einem 1:1-Unentschieden ging es in die letzten Spiele und wieder waren es Loic und Marcel, die ihr Doublette gewinnen konnten und den BC Tromm mit 2:1 in Führung brachten. Die Parallelspiele schwappten lange ausgeglichen hin- und her. Es keimte erste Hoffnung auf ein siegreiches Ende auf, als fast zeitgleich die Spieler aus Horb in beiden Partien fünf Punkte erzielten und sich entscheidend absetzen konnten. „Von diesen beiden Fünfer-Päckchen haben wir uns leider nicht mehr erholt“, so unser erster Vorsitzender Wolfgang Sittner, „am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Dies war zwar aufgrund des Startprogramms durchaus nicht überraschend, aber es war gleich in zwei Partien viel mehr drin“.

Damit konnten wir aus dem ersten Spieltag keine Punkt mit in den Odenwald nehmen, aber zumindest die Erkenntnis, dass unsere Youngster David, Luis und Florian durchaus mithalten können. Darauf lässt sich im nächsten Spieltag am 25. Mai in Mühlheim aufbauen, zumal dort ein nicht ganz so hartes Programm auf uns wartet.